Qualitätsmanagement in unserer Praxis

Der Gesetzgeber schreibt im SGB V unter § 136a, die Einführung eines QM-Systems für Arztpraxen vor.
Wir haben uns für die Zertifizierung nach der international gültige Norm DIN-EN9001-2008 entschieden.

Dieses QM-System regelt u.a. folgende Bereiche:

  • Prozessbeschreibungen zu allen Praxis- und Organisationsabläufen. Hier werden Prozesse wie z.B. Aufnahme von Patienten, Durchführung von Untersuchungen usw. genau vorgegeben.
  • Checklisten - Mit Hilfe von Checklisten ist garantiert, dass z.B. die hygienischen Anforderungen stets erfüllt werden,  abgelaufenen Medikamente aussortiert werden und andere wichtige Kontrollen regelmäßig erfolgen.
  • Kommunikation - Die Kommunikation in der Praxis wurde ebenfalls standarisiert, es gibt regelmäßige Dienstbesprechungen und Fehlersammlungen mit den dazugehörigen Protokollen.
  • Beschwerdemanagement - In regelmäßigen Abständen führen wir Patientenbefragungen und Mitarbeitergespräche durch.  Kritiken  werden von uns ernst genommen und Verbesserungsvorschläge und Anregungen werden in unserer Praxis begrüßt.


Das Qualitätsmanagement sollte in unserer Praxis nicht nur eingeführt werden weil der Gesetzgeber es so wollte, sondern damit wir für die Patienten und für uns einen besseren Praxisablauf gewährleisten können.

Alle 3 Jahre finden in der Praxis Zertifizierungsaudits und jährlich Überwachungsaudits statt. So konnten wir 2010 das Zertifizierungsaudit und 2013 sowie 2016 das Re-Zertifizierungsaudit sowie auch die jährlichen Überwachungsaudits mit sehr gut abschließen.

Das Qualitätsmanagement umfasst nicht die ärztliche Behandlung, diese erfolgt immer nach dem neuesten Stand der Wissenschaft.

Trotz der harten Arbeit die Qualität aufrecht zu erhalten, gibt es auch Grenzen. Wir wissen, dass die Wartezeiten auf einen Behandlungstermin und im Wartezimmer nicht immer patientenfreundlich  sind.
Leider ist oftmals die Nachfrage von Patienten größer als die Ärzte Zeitressourcen haben. Die Nachfrage nach fachärztlichen Behandlungen im Fachgebiet Neurologie und Psychiatrie sowie Psychotherapie ist größer als von den Planungsbehörden erwartet - bedingt durch den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Neurologie und Psychiatrie und aufgrund der Altersentwicklung. Wir würden gern einen weiteren Facharzt in der Praxis integrieren. Von Seiten der Ärztekammer sind die regionalen Möglichkeiten jedoch ausgeschöpft, so dass wir keine Genehmigung haben einen weiteren Facharzt anzustellen, um die Wartezeiten zu reduzieren. Weiter bleibt zu berücksichtigen, dass in Niedersachsen keine zusätzlichen Zeitressourcen von Seiten der Ärzte zur Verfügung gestellt werden dürfen, da dies von der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung ebenfalls begrenzt wird. Die finanziellen Ressourcen der Krankenkassen reichen -aufgrund der großen Nachfrage auf allen Fachgebieten- nicht aus. Eine Ursache hierfür wiederrum ist, dass die Lohnnebenkosten mit den Krankenkassenbeiträgen nicht steigen sollen. Eine entsprechende Finanzierung durch davon unabhängige Steuermittel wird immer wieder diskutiert. Alles in allem handelt es sich hier um ein sehr komplexes Finanzierungsgebilde, welches für Außenstehende oft kaum zu durchschauen ist.

Auch kommt es immer wieder zu unvorhersehbaren neurologischen und zeitaufwendigen psychiatrischen Notfällen, die sofort behandelt werden müssen.

Kein QM-System kann hierbei eine durchgreifende Besserung bringen.

Notfälle können nicht geplant werden.

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